Am Freitag-Nachmittag war es sehr wohltuend, 14 interessierte und motivierte Jugendliche ab 15 Uhr zur Klausur und dem Multimedia-Test zu erleben. Die Anreise glückte für alle Teilnehmenden, so dass wir pünktlich um 15 Uhr mit den schriftlichen Teilen beginnen konnten – manche waren bereits schon am Vorabend angekommen und erkundeten so die Stadt Erfurt auf eigene Faust.
Während der Klausur herrschte konzentrierte Stille:
Dem Abendessen im Bildungshaus St. Ursula – unserem Wettbewerbsort mitten im Zentrum von Erfurt – folgte ein Fußweg durch die Innenstadt zur Jugendherberge. So konnten wenigstens noch in der Dunkelheit ausgewählte Sehenswürdigkeiten passiert werden: Anger, Wenigemarkt, Krämerbrücke, Stadtmodell am Fischmarkt mit Rathaus und schließlich der Domplatz – hier wurde schon der Weihnachtsmarkt aufgebaut.
Der Nacht in der Jugendherberge folgte am nächsten Morgen die Kartierung eines Straßenzuges, um dort auch praktisch zu arbeiten. Die Ergebnisse und die Aufgabenlösung konnten wiederum im Bildungshaus zusammengeführt werden. So stieg bis zum Mittagessen die Spannung unter den Teilnehmenden – während dessen hatte das Korrekturteam nicht nur den Multimedia-Test, sondern auch die Klausur korrigiert und wartete auf die Kartierung.
Das Wettbewerbsteam freute sich sehr, dass sich mit Julius und Jonah zwei Ehemalige und erfolgreiche Teilnehmer der iGeo (heute: Studenten an der Universität Jena) Zeit nahmen, um von ihren Erfahrungen und Strategien zu berichten. Beide erzählen, wie die Wettbewerbswoche in Irland bzw. Düsseldorf verlief und welche Programmpunkte auf das kommende Nationalteam 2026 dann in Istanbul warten würden.
Julius und Jonah sprechen zu ihren Erfahrungen
Nach der Mittagspause konnten die ersten vier Plätze und damit auch das Nationalteam Germany verkündet werden. Ihm gehören an:
Tilman (Saarland), Artur (Sachsen), Merle (Schleswig-Holstein) und Fiona (Hessen)
Das Team des Bundeswettbewerbs beglückwünscht das Nationalteam Germany zu diesem Erfolg und wünscht eine interessante Woche im Herbst 2026 in Istanbul. Ebenso danken wir auch den anderen Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet für einen spannenden und fairen Wettbewerb – teilt eure Erfahrungen mit euren Lehrkräften und macht so Werbung für diesen wichtigen Wettbewerb!
Wir freuen uns, dass insgesamt 14 Jugendliche als SiegerInnen ihres Bundeslandes den Weg am Freitag, 14. November 2025, nach Erfurt finden werden. Ab 15 Uhr beginnt das Bundesfinale im Bildungshaus St. Ursula direkt in der Erfurter Innenstadt, eine Klausur wird geschrieben und der Multimedia-Test ist zu lösen. Aber auch für das Kennenlernen der Landeshauptstadt Thüringens ist ein wenig Zeit, bis am Sonnabend, 15. November 2025, das Field Work ansteht. Übernachtet wird in der Jugendherberge Erfurt und mit großer Spannung erwarten wir nach dem Mittagessen die Preisverleihung. Dann steht fest, wer zum vierköpfigen Nationalteam Germany gehören und im Herbst 2026 zur iGeo reisen wird. Eine gute Anreise und viel Erfolg beim Wettbewerb wünscht das Team vom Bundesfinale (Foto: Blick vom Petersberg auf den Domberg (KJ)).
Wir freuen uns, dass nun die beiden Wettbewerbswochen anstehen und wünschen eine gute Klausurphase an den Schulen. Für einen einfacheren Download und die Begleitung des Wettbewerbs finden Sie hier die Aufgaben bei Westermann. Dafür brauchen Sie den Ihn bekannten Lehrkräfte-Login für den Westermann-Verlag. Auch verweisen wir nochmals auf die Zeitschiene unten: bis zum Freitag, 26. September kann teilgenommen werden! Viel Erfolg für Ihre teilnehmenden Schülerinnen und Schüler.
Mit dem Freitag, 26. September 2025, endete der zweiwöchige Klausurzeitraum und wir hoffen, dass Sie mit den Teilnehmenden einen guten Wettbewerb erleben konnten. Die Lösungen sind seit Freitag-Abend online, in der aktualisierten Version (30.09.2025) wurden in der Aufgabe zu Norwegen (Nr. 3) die Punkte von bisher 9 auf 6 verändert.
Im September 2025 startet die nächste Runde des englischsprachigen Geographiewettbewerbs Diercke iGeo. Dessen vier Gewinner:innen bilden das Nationalteam für die iGeo 2026 in Istanbul. Der Wettbewerb richtet sich an geographie-interessierte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10.
Die neue Runde des Diercke-iGeo-Wettbewerbs findet im Schuljahr 2025/2026 statt. Diese Termine stehen bereits fest – los geht es nach den Sommerferien 2025. Bis dahin wünschen wir eine gute Schulzeit!
Veröffentlichung der Wettbewerbsaufgaben: Montag, 15. September 2025 im Westermann-Konto der Lehrkraft
Landeswettbewerb an den Schulen: Montag, 15. September 2025 bis Freitag, 26. September 2025 (Zeitaufwand: ca. 90 Minuten) – Wichtig! Für den Landeswettbewerb an den Schulen können Sie den Unterricht z.B. im Geo-Kurs für das Absolvieren der Klausur nutzen, oder Sie beaufsichtigen nach dem Unterricht Ihre Lernenden bei der Klausur. Um eine bundesweite Vergleichbarkeit garantieren zu können, ist das beaufsichtigte Schreiben der Klausur an einer Schule Voraussetzung; dazu laden die Lehrkräfte das Material vorab herunter und schaffen die genannten fairen Bedingungen. Der Klausurzeitraum wurde dafür auf zwei Schulwochen ausgedehnt.
Veröffentlichung der Korrekturhinweise: Freitag, 26. September 2025 (Nachmittag) im Westemrann-Konto der Lehrkraft
Meldung der Schulsieger:innen an die jeweiligen Landesbeauftragten: bis Montag, 06. Oktober 2025
Meldung der Landessieger:innen an den Bundeswettbewerbsleiter: bis Montag, 13. Oktober 2025
Bundeswettbewerb mit Finale in Erfurt: Freitag, 14. November 2025 bis Samstag, 15. November 2025 – Ermittlung eines Nationalteams Germany
Trainingswochenende für das Nationalteam: Frühjahr 2026
voraussichtlich August 2026: Teilnahme an der internationalen Geographie-Olympiade in Istanbul (Türkei), wichtig: zum Zeitpunkt der iGeo müssen die Mitglieder des Nationalteams zwischen 16 und 19 Jahre alt sein.
Julius Plehn (hintere Reihe, 2. von links) unter den ausgezeichneten Jugendlichen aus Thüringen | Foto: TMBJS
Thüringer Bildungsminister, Helmut Holter, hat am Mittwoch, 13. November 2024, insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler aus dem Freistaat Thüringen für ihre erfolgreiche Teilnahme bei nationalen und internationalen Schülerwettbewerben geehrt. Die Ehrungsveranstaltung fand in feierlichem Rahmen mit musikalischer Umrahmung in der Rotunde im Regierungsviertel in Erfurt statt. Thüringens Bildungsminister Helmut Holter gratulierte dabei allen erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern: „Ihr alle habt Herausragendes geleistet und vereint Fleiß und Kreativität mit dem Willen, über sich hinauszuwachsen. Dabei sind die Schülerwettbewerbe in Thüringen, Deutschland und auf internationaler Ebene für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine zusätzliche Verpflichtung, die weit über das Schulische hinausgeht. Toll ist: Ihr macht Thüringen weltweit bekannt und erwerbt dabei wichtige interkulturelle Kompetenzen. Die gesammelten Erfahrungen und erworbenen Kompetenzen werden euch auch im weiteren Leben von großem Nutzen sein.“
Unter den Ausgezeichneten ist auch Julius Plehn, Bronzemedaillengewinner bei der Internationalen Geographie-Olympiade (iGeo), der bis zum Abitur im Sommer 2024 das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Erfurt besuchte und Mitglied des Nationalteams der iGeo war. Er studiert seit dem Herbst 2024 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Das Team des Bundeswettbewerbs der iGeo gratuliert nochmals zu dieser besonderen Würdigung und freut sich, schon die ersten Schritte zur neuen Runde im Herbst 2025 zu gehen.
Vom 19.8-27.8.2024 vertraten Julius Plehn (Thüringen), Jonas Allert (Nordrhein-Westfalen), Hanna Münzer (Bayern) und Philipp Liebold (Sachsen), die sich Ende November 2023 beim iGeo-Bundesfinale gegen die nationale Konkurrenz aus den restlichen Bundesländern durchgesetzt hatten, Deutschland bei der internationalen Geographieolympiade (iGeo) in Maynooth bei Dublin. Die vier Jugendlichen traten dabei in den Wettkampf mit Teilnehmenden aus 45 weiteren Ländern im Alter von 16 bis 19 Jahren.
Jonas (NRW), Philipp (SN), Julius (TH) und Hanna (BY)
Bis zur Medaillenzeremonie mussten im Rahmen des Wettbewerbes, der vollständig in englischer Sprache durchgeführt wird, eine dreistündige Klausur mit sechs thematischen Teilen, eine Kartierung auf dem Campus von Maynooth und der nahegelegenen Hauptstraße inklusive der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen zur Verbesserung des Nahverkehrs erarbeitet sowie ein Multimedia-Test mit 40 Multiple-Choice-Fragen absolviert werden. Die dem Wettbewerb vor Ort vorangegangenen Vorbereitungen – die Teilnehmenden arbeiteten selbstständig bzw. als Gruppe an vorbereitenden Aufgaben und das zweitägige Trainingslager in der Sammlung Perthes in Gotha, wo alte Aufgaben und mögliche Lösungsstrategien besprochen und Kartierungen durchgeführt wurden – sollten sich auszahlen. Julius Plehn und Jonas Allert gewannen eine Bronzemedaille, während sich Hanna Münzer sogar über eine Silbermedaille freuen konnte. Doch es waren nicht nur die herausragenden geographischen Leistungen unserer vier Teilnehmenden, die im Gedächtnis bleiben. Die iGeo hat eindrucksvoll bewiesen, welche Brücke die Geographie im transnationalen Austausch darstellen kann und das Geographie mehr ist, als das Auswendiglernen der Lage von geographischen Objekten. Die Geographie fungierte als Brücke für Gespräche zwischen Teilnehmenden aller Nationen. Neue Freundschaften entstanden und einmalige, authentische Einblicke in für uns fremde Kulturen werden uns unser Leben lang begleiten. Wir würden uns freuen, wenn auch bei der nächsten Wettbewerbsausgabe mit deutscher Beteiligung wieder viele Schüler*innen am Landeswettbewerb teilnehmen und wir ein starkes Team Germany 2026 in Istanbul stellen können, das dort selbst das einzigartige Flair der iGeo erleben kann. Informationen zur Terminierung und Veröffentlichung der Wettbewerbsaufgaben finden Sie Anfang 2025 an dieser Stelle.
Ich bin wahnsinnig dankbar für die Möglichkeit, bei der iGeo mitgemacht haben zu dürfen und werde die ganzen Erinnerungen und Erfahrungen nicht so schnell wieder vergessen. Ich habe viele wunderschöne Eindrücke von Irland, aber auch von den ganzen Ländern und Teilnehmern erhalten und habe mich sehr darüber gefreut, dass es, obwohl es ein Wettbewerb war, einen sehr freundlichen Umgang miteinander gab und einige neue Freundschaften geschlossen wurden. Ich möchte mich auch ganz herzlich bei unseren Teamleitern Johannes und Florian bedanken, die uns die Erfahrung überhaupt möglich gemacht haben, die uns auf dem Weg dahin geleitet haben und uns beigebracht haben, worauf es ankommt und ohne die es ein deutlich langweiligerer Trip gewesen wäre und es keine so vertraute Atmosphäre gegeben hätte.
Julius (mit Pizza im Mund, vorn rechts :)) und das Team Australia (hinten)
Ebenfalls möchte ich mich herzlich bei all denjenigen bedanken, die hinter dem iGeo-Team standen und sowohl aktiv als auch von der Seite uns unterstützt haben. Zuletzt möchte ich noch anmerken, dass ich Johannes und Florian und den deutschen iGeo-Teams in Zukunft alles erdenkliche an Erfolg wünsche und ich ganz stark hoffe, dass Deutschland einen größeren Fokus auf diesen Wettbewerb legt, sodass es in Zukunft hoffentlich jährlich möglich sein wird, teilzunehmen. Liebe Grüße, Julius Friedrich Plehn (Thüringen)
Die diesjährige iGeo in Irland war für mich ein absolut einmaliges Erlebnis. Klar ist man dort, um am Wettbewerb teilzunehmen und möchte auch gut abschneiden. Die Erinnerungen, die jedoch vor allem bleiben, sind die Tage, die man mit gleichaltrigen Menschen aus der ganzen Welt verbracht hat. Ein absolutes Highlight für mich war, dass ich mich mit dem Team aus Estland sehr gut verstanden habe und wir im Grunde genommen jeden Abend zusammen verbracht haben. Genauso schön war es mit Jungs aus Usbekistan und Aserbaidschan zusammen das erste Bundesliga-Spiel der Saison zu gucken. Dementsprechend würde ich definitiv sagen, dass es sich lohnt an der iGeo teilzunehmen, da man Erfahrungen sammelt und Bekanntschaften macht, die in der Form nur sehr schwer zu finden sind. In dem Sinne möchte ich mich auch ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken. Bei meinem Geographielehrer, Herrn Kaspari, der mich auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht hat, aber vor allem bei Johannes und Florian, die uns seit dem Bundesfinale in Erfurt tatkräftig unterstützt und begleitet haben und uns diese Woche überhaupt ermöglicht haben. Vielen Dank und alles Gute! Und viel Erfolg bei der nächsten iGeo Olympiade mit deutscher Beteiligung! Jonas Allert (Nordrhein-Westfalen)
Die Reise zur internationalen Geographieolympiade 2024 in Dublin und Maynooth, Irland, war für mich mehr als nur ein Wettbewerb – es war ein unvergessliches Erlebnis, das mich fachlich und persönlich bereichert hat. Schon die Anreise war geprägt von einer Mischung aus Aufregung und Neugier. Das Wissen, dass ich mich in den nationalen Runden qualifiziert hatte und nun gegen die besten Nachwuchsgeographen der Welt antreten würde, ließ das Abenteuer greifbar werden. Irland, mit seiner reichen Geschichte und atemberaubenden Landschaft, bildete den perfekten Rahmen für diesen internationalen Wettbewerb. Der erste Abend auf dem Campus der Maynooth University, nur eine kurze Zugfahrt von Dublin entfernt, begann mit einer imposanten Eröffnungszeremonie. Hier trafen sich Teams aus aller Welt, vereint durch die Begeisterung für Geographie. Die Atmosphäre war elektrisierend – geprägt durch ein Gemeinschaftsgefühl, das seines gleichen sucht. Es war ein Augenblick, der mir klar machte, dass diese Woche weit mehr sein würde als nur ein Wettstreit. Die darauffolgenden Tage waren intensiv: Klausuren und Kartierungen verlangten uns alles ab. Doch gerade diese Herausforderungen schweißten uns als Team zusammen. Die Unterstützung und der Austausch mit den anderen Teilnehmern waren unglaublich wertvoll. Man konnte viel voneinander lernen und gemeinsam wachsen. Abseits der akademischen Aufgaben bot das Rahmenprogramm viele unvergessliche Momente. Besonders beeindruckend war der kulturelle Abend, an dem wir die Gelegenheit hatten, die Vielfalt der Kulturen und Traditionen aus aller Welt zu erleben. Es war faszinierend, wie Geographie hier als Brücke zwischen den Kulturen wirkte. Ein weiteres Highlight war der zweitägige Ausflug nach dem Wettbewerb. Die majestätischen Cliffs of Moher an der Atlantikküste und das historische Powerscourt House in den Wicklow Mountains hinterließen bei mir einen bleibenden Eindruck. Diese Orte verkörpern die Schönheit und das Erbe Irlands auf einzigartige Weise. Mein größtes Learning aus dieser Woche ist die Erkenntnis, wie wertvoll kontinuierliches Lernen und der Austausch mit Gleichgesinnten ist. Die iGeo hat mir gezeigt, dass Geographie nicht nur aus Karten und Daten besteht, sondern vor allem aus Menschen, Geschichten und Erlebnissen. Ich bin dankbar für die Freundschaften, die ich schließen konnte, und die Erfahrungen, die mich motivieren, weiterhin mit Leidenschaft und Disziplin an meinen Zielen zu arbeiten. Ich blicke voller Vorfreude auf die kommende Zeit und freue mich darauf, die gewonnenen Erkenntnisse und Inspirationen in meine zukünftigen Projekte einzubringen. Schließen möchte ich mit folgendem Zitat, welches ich nur unterstreichen kann: „Gefällt dir das Wetter in Irland nicht, dann warte zehn Minuten“. Philipp Liebold (Sachsen)
Neun Tage, die sich anfühlen wie einer und gleichzeitig wie ein ganzes Jahr. Als wir in Berlin ins Flugzeug gestiegen sind, war zumindest ich vor allem nervös, besagte neun Tage später wollte ich dann gar nicht mehr zurück. Die iGeo 2024 war eine einzigartige, wenn auch anstrengende Zeit, mit vollen Tagen und anspruchsvollen Klausuren, sodass man spät abends todmüde in sein Bett gekippt ist. Aber es waren die Leute, die dafür gesorgt haben, dass man es gar nicht erwarten konnte, am nächsten Tag wieder aufzustehen, um mit ihnen zu quatschen, sich über Geographie und unsere verschiedenen Länder auszutauschen und so Freundschaften in aller Welt zu finden. Bleibt noch, sich zu bedanken. Bei unseren Teamleadern Florian und Johannes sowie meinen Teamkollegen für die tolle Zeit, und allen anderen vom Team Germany für ihre Unterstützung! Allen zukünftigen iGeo Germany Teams wünsche ich viel Erfolg und eine ebenso gute Zeit, wie wir sie hatten! Hanna Münzer (Bayern)
Nach einem entspannten Flug ist das Nationalteam gut in Dublin angekommen. Dort stattete man der vor Ort ansässigen deutschen Botschaft einen kurzen Besuch ab, von wo aus es mit der Bahn weiter zum Wettbewerbsort in das nahegelegene Maynooth ging. Nach einem freundlichen Empfang und einer Stärkung am abendlichen Buffet fand die Eröffnungsveranstaltung statt. Auf dieser knüpften die Teilnehmenden bereits erste Kontakte mit einigen Mitstreiter*innen aus den anderen 45 vertretenen Nationen. Wir freuen uns auf die kommende Woche in Maynooth und Irland und melden uns an dieser Stelle wieder. Danke schon jetzt an das Team der Deutschen Botschaft für die freundliche Unterstützung!
Dienstag, 20. August 2024 – Tag 2
Am Dienstag stand die Field Work im Mittelpunkt. Hierzu wurde vormittags zunächst auf dem Campus von Maynooth und der nahegelgenen Hauptstraße kartiert und am Nachmittag Lösungsvorschläge zur Verbesserung des Nahverkehrs in Maynooth erarbeitet. Den Tag abgerundet hat der Besuch eines Gaelic Football Matches. Morgen geht es mit den Klausuren weiter.
Mittwoch, 21. August 2024 – Tag 3
Nach der Stärkung beim Frühstück wurden zunächst die Klausuren (Writen Response Test) absolviert. Am Nachmittag stand eine Einführung in die irische Nationalsportart Nummer 1 Gaelic Football und ein gemeinsamer Hip-Hop-Tanzkurs aller Teilnehmer*innen an. Abgerundet wurde der Tag nach dem Abendessen mit dem Cultural Evening. Hier präsentierten alle vertretenen Nationen ihr Land kulinarisch und landeskundlich. Neben vielen Gesprächen wurden auch Tanzschritte des Irish Dance geübt.
Donnerstag, 22. August 2024 – Tag 4
Am heutigen Donnerstag stand vormittags zunächst der Multimedia-Test, als letzter in die Gesamtwertung einfließender Wettbewerbsteil, an. Hierzu wurden die Teilnehmenden in zwei Gruppen eingeteilt und widmeten sich 50 Minuten (Muttersprachler Englisch) bzw. 60 Minuten (Nicht-Muttersprachler Englisch) 40 Multiple-Choice-Fragen, die ein breites Spektrum geographischen Wissens abdeckten. Von der Lage der ITC über Suriname zw. April und August bis hin zur Zuordnung von Bildern zu einem Staat wurde fast alles Erdenkliche abgefragt. Nach dem anschließenden Mittagessen bereitete das Team Germany die abendliche Poster Presentation vor. Als Oberthema für den Posterwettbewerb wurde hierzu von den Veranstaltern der iGeo das Thema, wie Geographinnen einen Unterschied im Herkunftsland der Teilnehmerinnen machen, festgelegt. Das Team Germany verständigte sich hierzu im Vorfeld darauf, eine Geographin vorzustellen. Die Wahl fiel hierbei auf Prof. Dr. Marit Rosol. Das Poster, welches von den Teilnehmenden selbstständig erarbeitet wurde, präsentiert dabei neben ihrem akademischen Werdegang ihre bekanntesten Publikationen und gibt einen Überblick über zentrale Erkenntnisse aus ihrer Arbeit zur Sicherheit der Lebensmittelversorgung in Deutschland im urbanen Raum für alle Bevölkerungsgruppen anhand dem Beispiel der Hansestadt Bremen.
Freitag, 23. August 2024 – Tag 5
Nach einem zeitigen Frühstück begaben sich alle Teilnehmer:innenund Teamleader:innen auf den Weg zur Bahnstation von Maynooth. Es folgte die 40-minütige Bahnfahrt nach Dublin. Das Team Germany nahm vormittags an einer Tour durch das Hafenviertel durch die irische Hauptstadt teil. Inhalt der von zwei Humangeographen des Trinity Colleges veranstalteten Führung war die bauliche Entwicklung des Hafenviertels von den Anfängen der Globalisierung bis in die Gegenwart.
Am Nachmittag wurde noch die archäologische Sammlung des Nationalmuseums besucht. Nach einem Gruppenfoto aller an der iGeo beteiligten Personen ging es zurück nach Maynooth. Dort stand nach dem Abendessen die lang erwartete Medaillenzeremonie an.
Für das Team Germany holten Julius Plehn (Thüringen) und Jonas Allert (Nordrhein-Westfalen) eine Bronzemedaille. Hanna Münzer (Bayern) erreichte eine Silbermedaille. Gratulation zu diesen herausragenden Leistungen! Auch das Team des Bundeswettbewerbs dankt nicht nur Dr. Florian Ringel und Johannes Zorn für die Begleitung nach Dublin – beides Lehrkräfte für Geografie -, sondern auch nochmals den Kolleginnen und Kollegen an den Schulen für die Durchführung des Wettbewerbs!
Jonas freut sich über BronzeJulius erreichte auch BronzeSilber für HannaDas prämierte Team GermanyDas Team Germany mit Johannes Zorn (links) und Dr. Florian Ringel (rechts)
Samstag, 24. August 2024 – Tag 6
Am Morgen stand zunächst ein Rundgang über den Campus in Maynooth zum Thema Biodiversität an. Im Anschluss machte sich das Team nach dem Mittagessen auf den Weg zur Dublin City University und nahm an der Eröffnungszeremonie des International Geographic Congress teil. Im Rahmen des Post-iGeo-Trips sind die Teilnehmenden aus Deutschland noch bis zum Montag in Dublin. Der Rückflug ist für Dienstag am seeeeehr zeitigen Morgen geplant – Abfahrt zum Flughafen ist 03:20 Uhr in der Früh 🙂
Sonntag, 25. August 2024 – Tag 7
Der erste Tag des Post-iGeo-Trips führte uns, nachdem der Wecker bereits um 6 Uhr klingelte, mit dem Bus von der Ostküste Irlands einmal durch das Landesinnere bis zu den Cliffs of Moher im Westen des Landes (Luftlinie: 215 km). Auf dem Hinweg erfolgte u.a. noch eine kurze Besichtigung des Poulnabrone-Dolmen.
Montag, 26. August 2024 – Tag 8
Der zweite Tag des Post-iGeo-Trips führte uns nach einem Frühstück zunächst in das Powerscourt House und die umliegenden Gärten. Nachmittags ging es noch nach Glendalough und zum Glendalough Lake, bevor wir in Dublin abgesetzt und letzte Souveniers vor dem morgigen Rückflug gekauft wurden. Das Team bedankt sich nochmal recht herzlich bei allen Sponsoren für ihre Unterstüzung, die die Teilnahme an der iGeo 2024 möglich gemacht haben. In den nächsten Tagen schreiben die vier Mitglieder des Teams Germany an dieser Stelle über ihre besten Erlebnisse während der iGeo.
Die Koffer sind gepackt, die Aufregung steigt und heute geht es mit dem Flieger nach Dublin. Bestens vorbereitet ist das Team Germany, hat sich eigene Team-Kleidung organisiert und vor Abflug noch schnell ein Radio-Interview in Erfurt gegeben.
Das Team des Bundeswettbewerbs wünscht Philipp Liebold, Hanna Münzer, Jonas Allert und Julius Friedrich Plehn viel Erfolg beim internationalen Wettbewerb. Den begleitenden Kollegen, Herrn Dr. Florian Ringel und Herrn Johannes Zorn wünschen wir wenig Korrekturaufwand und ebenso eine tolle Zeit in Irland.
Das vierköpfige Nationalteam Germany erlebte am Wochenende (23. & 24. März 2024) zwei besondere geografische Ziele in Thüringen für die Vorbereitung auf die internationale Runde (iGeo) im Sommer in Dublin: Neben der Residenzstadt Gotha war es vor allem die Sammlung Perthes der Universität Erfurt, die für wirklich einmalige Blicke in die historische Geografie zur Verfügung stand.
Philipp Liebold aus Sachsen, Hanna Münzer aus Bayern, Jonas Allert aus Nordrhein-Westfalen und Julius Friedrich Plehn aus Thüringen sind die GewinnerInnen ihres jeweiligen Landeswettbewerbs und waren so für das Bundesfinale in Erfurt qualifiziert, das im November 2023 in Erfurt stattfand. Dort setzten sie sich gegen die starke Konkurrenz von insgesamt 13 LandessiegerInnen durch und haben sich so die vier begehrten Plätze für das Nationalteam gesichert. Zur Vorbereitung auf ihre Reise nach Dublin waren sie am 22. und 23. März 2024 zu Gast im Trainingslager: in der Sammlung Perthes Gotha! Denn welcher Ort wäre dafür besser geeignet als das einstige „Zentralbüro der geografischen Forschung in Deutschland“ – die altehrwürdigen Hallen des Justus-Perthes-Verlages. Die reiche Verlagsgeschichte bot mit Aspekten von Expeditionen, Kartengenese und vielfältigen Atlanten den perfekten Ort für das Trainingslager, das durch Herrn Sven Ballenthin an zwei Tagen intensiv, sehr kompetent und freundlich begleitet wurde. Das Team des Bundesfinales dankt deswegen sehr herzlich für die gezeigte Gastfreundschaft und die Möglichkeit, an diesem Ort an einem Wochenende zusammenzukommen: Wir konnten uns so für die internationale Runde vorbereiten, Kartierungen und Verkehrszählungen durchführen und besprechen – und haben insgesamt eine ausgezeichnete Zeit in Gotha erleben dürfen!
Neben dem inhaltlichen Input waren es wohl die vielfältige Gothaer Innenstadt, die Übernachtung in der Pension Regina und auch einem weiteren, besonderen Gastgeber, der diese Zeit unvergessen mache: Herr Knut Kreuch, Oberbürgermeister der Stadt Gotha, nahm sich am frühen Samstag-Morgen über eine Stunde Zeit, um die Jugendlichen und ihre Begleitungen zu empfangen, das Vorhaben zu besprechen und gleichzeitig nach erfolgreichem Irland-Aufenthalt die Teilnehmenden erneut in Gotha begrüßen wollen. Er sah schon am Samstag „lauter erfolgreiche Gewinner“ und wünschte beim Wettstreit in Dublin ein glückliches Händchen und verabschiedete die Jugendlichen mit: „Hinaus mit euch in die Welt, kommt erfolgreich zurück!“ Wir danken ihm auch für das Geschenk: ein von ihm verfasster Band zu Gotha. Welt. Erbe. Stadt. Ein Spaziergang.
Insgesamt sind wir sehr optimistisch, denn die Schüler*innen sind wirklich sehr begabt. Jonas, Julius, Philipp und Hanna haben sich trotz Abiturstress schon seit Ende Januar mit verschiedenen Aufgaben beschäftigt und werden nun bis August noch einiges an Literatur durcharbeiten. Auch eine Online-Videokonferenz ist geplant. Es geht also voll motiviert und gut vorbereitet im August nach Dublin. Die Flüge sind gebucht, die Anmeldung bei der International Geographic Union ist auch schon vollzogen…